Die Masken

Jedes Gesicht erzählt eine Geschichte, lebt in einer Gegenwart und ist zu einem Schicksal verurteilt.
Wie die Theaterstücke werden auch die Masken des Teatro Strappato in Handarbeit in einer Werkstatt produziert, wo sie nach dem Vorbild von lebenden Personen Gesichter aus Ton, Holz und Leder modelliert werden.

Der Herstellungsprozess der Masken, dieser eigentümlichen Skulpturen aus Leder, ist aufwändig und besteht aus mehreren Arbeitsschritten. Bei Entwurf und Ausführung jedes Gesichts ist die Harmonie zwischen Maske, Bewegungen des Schauspielers und dargestellter Figur maßgeblich.

Unser Maestro Donato Sartori, von dem wir die Techniken für die Herstellung dieser magischen Objekte gelernt haben, sagt immer, dass die Maske weder ein Porträt noch eine Karikatur ist, sondern etwas, das auf halbem Weg dazwischen liegt.

Wenn man dieses heikle Gleichgewicht im Entwurf erreicht hat, modelliert man die Maske aus Ton und passt sie dem Darsteller an, der sie tragen wird. Danach folgen Proben mit Papiermaché und wenn das endgültige Gesicht der Figur gefunden ist, schnitzt man die Holzform, auf dem die Ledermaske modelliert wird, die dann zur zweiten Haut des Darstellers wird.

Alle Masken des Teatro Strappato werden von Cecilia Scrittore und Vene Vieitez in ihrer „mobilen Werkstatt“ entworfen und hergestellt, die mit ihnen um die Welt reist, mit Koffern voller Hämmer, Leder, Modellierwerkzeug, Farben, Fäden, Nadeln, Meißel, Messer und Sammelmappen voller Entwürfe und Fotos von Schädeln, Nasen, Augen, Ohren, Münder, deren Zahl mit den auf dem Weg gefundenen Gesichtern immer weiter wächst.